Freitag, 25. September 2009

58. bis 60. Arbeitstag

Die letzten drei Arbeitstage sind vorüber...

In diesen letzten drei Arbeitstagen habe ich größtenteils die täglichen Routinen abgearbeitet und dann alles für meinen Abschied vorbereitet. Also die letzten großen Aufgaben abgeschlossen, bzw. für meine Nachfolgerin vorbereitet, Übergabe an meine Nachfolgerin vorbereitet mit Hinweisen wo ich was wie gemacht habe und natürlich meinen Abschied gestern abend vorbereitet...

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal von allen Kollegen, Praktikanten und anderen mit denen ich in Kontakt gekommen bin verabschieden und mich für eine super Zeit in der Agentur bedanken.
Allen wünsche ich das Beste und viel Erfolg!

Nun denke ich, ist es sinnvoll ein kleines Resümee zum Abschluss zu ziehen.
Denn mit dem heutigen Tag ist mein Praktikum beendet und somit werden hier auch wahrscheinlich keine neuen Einträge erscheinen. Vielleicht noch ein kleiner, wenn das Zeugnis da ist...

Also, wie waren meine 3 Monate in einer größeren PR-Agentur?
Ich muss sagen, ich habe angefangen mit dem Gefühl, dass ich im Studium bisher noch nicht wirklich so viel gelernt zu haben scheine (2 Semester Kommunikationsmanagement). Daher war ich ein wenig unsicher, wie gut ich die Aufgaben, die mir begegnen werden, werde lösen können. Doch hat sich relativ schnell gezeigt, dass wir ein sehr solides Studium absolvieren und ich konnte mich überraschenderweise dann an vieles erinnern, was ich gar nicht mehr so präsent hatte.
Vor allem wurde ich sehr schnell in die Gruppe integriert, sowohl in die Gruppe der Praktikanten (dank einer eintägigen Einführungsveranstaltung für die neuen Praktikanten), als auch in das Team mit dem ich arbeiten sollte.
Da meine Vorgängerin noch da war, konnte sie mir einiges zeigen, so lernte ich gleich den "Praktiway" die Aufgaben zu erledigen. Aber auch die festen Mitarbeiter haben mir schnell das Gefühl gegeben, dazu zu gehören.

Kurz nachdem ich mit dem Praktikum begonnen hatte fand ein Teammeeting statt, zu dem auch die Praktikanten zugelassen wurden und ich habe so auch relativ schnell intime Agenturinterne Geschehnisse miterleben dürfen, wodurch das Gefühl der Integration noch stärker ausgeprägt wurde. Die Sommerfeier der Agentur erlaubte es mir dann auch, jenseits der Arbeitsatmosphäre viele Kollegen kennenzulernen, die zum größten Teil sehr gut drauf sind.

Soviel zum sozialen Aspekt. Ich fühlte mich also wohl, dazugehörig, gefordert, erwünscht.

Die Arbeit wurde nach und nach auf mich übertragen. Zunächst gab es ein vortasten, so wurde überprüft, was ich eigentlich kann und wo meine Grenzen sind, wie ich arbeite und wie gut man sich auf meine Leistung verlassen kann.
Nachdem dies vorüber war, konnte ich sehr schnell sehr selbstständig arbeiten. Ich bekam Aufgaben mit einer Deadline und solange ich diese Aufgaben gut erfüllte und zwar zum gewünschten Zeitpunkt, konnte ich arbeiten wie ich wollte. Am Anfang waren meine Kollegen auch noch bei Telefonaten dabei, ließen mich aber relativ schnell auch dort mein eigenes Ding machen.
Bereits nach kurzer Zeit war klar, dass ich primär Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leisten werde, doch kamen immer wieder auch andere Aspekte hinzu. Auch konnte ich auf vielen verschiedenen Projekten arbeiten (Ich habe mal zusammengezählt: Es waren 10 verschiedene!) und so war mein Arbeitsspektrum breiter gefächert.
Schnell wurden meine Stärkern erkannt und gefördert, sowie meine Schwächen ausgemacht und mit konstruktiver Kritik wurde mir dort geholfen, mich zu verbessern.

In diesen 3 Monaten habe ich sehr viel lernen können. Über den Arbeitsablauf in einer Agentur, über das Arbeitsleben generell, über die Praxis der PR und vor allem über mich und meine Fähigkeiten.
All dies wurde am letzten Tag in einem einstündigen Feedback-Gespräch zusammengefasst.
Hier wurde mir noch einmal genau gesagt, was man bei mir gut fand, was nicht so gut war, wo ich mich verbessern kann, wo ich schon sehr gut bin, was sie an mir schätzen, worauf ich achten sollte. Hinweise und Tipps für meine Zukunft wurden mir gegeben und insgesamt war es ein sehr angenehmes Gespräch mit viel konstruktiver Kritik, die ich mir erhofft hatte, so dass ich meine Schwachstellen ausloten und daran arbeiten kann. Ich wurde aber auch gelobt und sehr deutlich auf meine Stärken hingewiesen, natürlich mit dem Fingerzeig, dass ich mich da noch mehr anstrengen könnte.
Insgesamt war man sehr zufrieden mit mir, wie es scheint und mir wurde eine Zukunft im Agentur-Leben als "sehr gut möglich" vorher gesagt.

Auch wurde mir in diesem Gespräch die Möglichkeit eingeräumt, mein Feedback zu geben, da ich aber doch eigentlich sehr zufrieden bin und keine wirklichen Punkte zu beklagen hatte, war dies relativ kurz. Mein Zeugnis werde ich wahrscheinlich in einem Monat erhalten, nachdem man mich fragte, wann ich es brauche, habe ich diesen Zeitpunkt gewählt, da ich weiß wie stressig die nächsten 2-3 Wochen (Nach der BT Wahl aber auch aus anderen Gründen) sein werden.

Schlußendlich kann ich sagen, dass dies ein sehr gutes Praktikum während dessen ich sehr viel lernen konnte und viele Kontakte zu Menschen aus der Branche knüpfen konnte, die ich allesamt auch privat gern wiedertreffen würde. Wenn jemand ein Praktikum in einer PR-Agentur ableisten will, werde ich ihm/ihr auf jeden Fall diese Nahelegen (Also nur bei persönlicher Ansprache, hier nenne ich keine Namen).


Somit verabschiede ich mich.
Viel Erfolg allen da draußen.

1 Kommentar:

  1. Hallo!
    Bin so froh, dass ich diesen tollen Blog gefunden habe. Sehr hilfreich. Bald werde ich auch mit meinem Praktikum beginnen und ich brauche genau solche Informationen. Bin so begeistert. Danke dir für den coolen Blog! Wunsche dir viel Erfolg!

    Liebe Grüße, Charlotta!

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